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Was mein Klientel sagt

Unternehmer

"In der Zusammenarbeit mit Oliver arbeiteten wir am Selbstvertrauen, da ich oft die Beherrschung verloren habe. Heute kann ich für meine Anliegen einstehen und auch mal ganz klar NEIN! sagen." 

Firmeninhaberin

„Deiner wertvollen Tipps lassen sich mühelos im Alltag umsetzen. Dazu las ich öfters deine Aufzeichnungen durch."

 

Geschäftsführer

"Die  Kommunikation mit meiner Frau hat sich wesentlich verbessert. Wir erleben gemeinsam neue Tiefen, die schon vor langem abgeflacht waren.

Danke, dass sie auch dabei sein durfte." 

Aussendienstmitarbeitenden

„Besonders deine neutrale Art, die Vor- und Nachteile der Medikamente aufzuzeigen, halfen mir, mich endlich zu entscheiden. Seit 3 Wochen nehme ich sie und bin erstaunt, wie viel leichter es mir fällt, bei Gesprächen konzentriert zuzuhören."

Unternehmerin

"Als Unternehmerin stört es mich schon lange, dass ich oft etwas vergesse und ständig was liegen bleibt.

Oliver's Planungskonzept ist wirklich legendär und sofort umsetzbar. Kann ich von Herzen empfehlen."  

Mutter mit Sohn

„Seit unserem Gespräch habe ich das Gefühl, dass unser Sohn so richtig aufgeblüht. Plötzlich bekomme ich einfach so Nachrichten wie: ‚I love you.‘ Einfach Wow."

Einzelunternehmer

„Seit ich verstanden habe, wie ich mein Gedankenkreisen unterbrechen kann, leide ich weniger unter diesen Gefühlsschwankungen. Selbst nach einem mühsamen Gespräch sind die trüben Gedanken in Sekunden weg – einfach weg! Das fühlt sich unglaublich befreiend an.“

HR Teamleiterin

„In nur fünf Sitzungen habe ich mit Oliver meinen Arbeitsplatz neu geordnet und meine Planung vereinfacht. Seither arbeite ich deutlich entspannter – das spiegelt mir auch mein Team wider.

Danke für die vielen kleinen, praxisnahen ADHS-Tipps, die mir nun im Arbeitsalltag zusätzlich zur Verfügung stehen.“

Lehrling, nach der Abschlussprüfung

Ich danke dir vo  Herze, das du mir immer zuelosisch nie bös uf mich bisch und mich immer unterstützisch. 

Ich ha so viel vo dir glernt und für das bin ich dir mega dankbar. 

Und ey ich han bestandäääää :-)

Pflegefachperson

"Es tut gut, mit jemanden zu sprechen, der das Versicherungs- und Gesundheitswesen kennt.

Oliver half mir, mich von den ständigen Reizen und Anforderungen klarer zu distanzieren und mehr für mich und meine Grenzen einzustehen."

Wer ist Neurodivergent? Expand

Welcher der Personen auf dem Foto sind neurodivergent?

ADHS und Autismus werden in der Gesellschaft oft mit Vorurteilen behandelt.
Erst gestern sagte jemanden: ADHS Betroffene werden Suchterkrankt, weil sie in der Kindheit gefährliche Medikamente erhalten.
Genau…
….und die Erde ist eine Scheibe, welche der Storch vor ca. 11 Milliarden Jahren gebracht hat.

Die falsche Wahrnehmung ist inzwischen auch fachlich gut erklärbar:
es ist nicht eine „Krankheit“, die kommt und wieder geht. Es sind entwicklungsbedingte Unterschiede, die normalerweise über die ganz Lebensspanne bleiben.
Neurodivergente Unterschiede sind nicht ständig sichtbar, brauchen aber (unsichtbar) dauerhaft höhere kognitive und emotionale und Energie:

🔴 höhere Reizverarbeitungskosten
🔴 erschwerte Automatisierung von Alltagsabläufen
🔴 ständige Anpassung an der Umwelt
🔴 häufige Selbststeuerung-Überbelastung
🔴 erhöhte Angst und Stresssymptome

Das ist keine Meinung, sondern deckt viele
👉 Längsschnittstudien
👉 Funktionsanalysen
👉 Erfahrungen aus der klinischer Praxis

Wichtig: Neurodivergent


Viele ADHS- oder autistische Personen funktionieren äusserlich gut, aber innerlich nur mit massivem Mehraufwand. Ein Teil davon kann das „People pleasing“ sein, also eigene Bedürfnisse unterdrücken und es allen recht machen wollen.
Das erklärt, wie oft sie leiden – aber niemand nimmt es wahr.

Warum Neurotypische, Normale (=NT) das kaum nachvollziehen können:
🟧 Es sind keine lineare Beeinträchtigungen.
NT denken oft:
Krank = etwas geht nicht
Gesund = etwas geht

ADHS und Autisten funktionieren anders:
👉 es geht – aber nicht stabil, zuverlässig
👉 es geht – aber nur unter bestimmten Bedingungen
👉 es geht – aber es kostet mich unverhältnismässig viel
Aussenstehende sehen dies nicht und verstehen es in der Regel auch nicht – denn sie kenne es von sich selber nicht.

Neurotypische denken und handeln meist anders:
🟢 sie planen ohne es zu merken
🟢 sie regulieren Aufmerksamkeit automatisch
🟢 lesen soziale Kontexte implizit
🟢 wechseln Aufgaben ohne inneren Bruch
Diese Prozesse sind nicht bewusst zugänglich. Daher denken Neurotypische: „also so schwer kann das doch nicht sein!“

Bei Neurodivergenten ist es erschwert:
sie funktionieren unzuverlässig – einmal klappt es, das nächstes Mal nicht. Für Betroffene ist sowas sehr erniedrigend.
Wie oft höre ich Beispiele wie: „jetzt hat er es 2 Wochen täglich gemacht und plötzlich tut er so, als ob er noch nie davon gehört hat.“

Erfolge falsch interpretieren: „wer erfolgreich ein Studium abgeschlossen hat, kann gar kein Autismus/ADHS haben:“
👉 man sieht das Diplom, aber nicht die Erschöpfung, Überkompensation, das Masking, der Verschleiss am Körper. Erst Jahre später zeigen sich die Spätfolgen, oft in systemischen Erkrankungen und Burnout.

Wer ist auf dem Foto ist nun Neurodivergent?
Falls du jemanden gekürt hast, denk mal über deine eigenes Vor-Urteile nach. 😉

Schöne Weihnachten,
🎄 🎅 🎄
euer Coach-Oliver

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ADHS und Frauen Expand

Auswirkungen auf die Lebensspanne

ADHS bei Frauen wird immer wieder zu wenig abgeklärt und die Auswirkungen auf ihr leben zu wenig ernst genommen.
Frauen werden in der ADHS Diagnosestellung zu oft wie Männer beurteilt.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und die verbundene Begleiterkrankungen bei Frauen werden schlecht erkannt, oft spät oder falsch diagnostiziert. Dies hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mädchen und Frauen während ihres gesamten Lebens.

Eine Übersichtsaufnahme identifizierte welche fünf zentrale Entwicklungsbereiche aufzeigte:

  • Kindheit und Jugend – späte Diagnose und frühe Komorbiditäten,
  • Erwachsenenalter – hormonelle Auswirkungen und Komorbiditäten,
  • Perinatale Periode – Ergebnisse und Herausforderungen,
  • Wechseljahre und spätes Leben – hormonelle Übergänge und späte Diagnose,
  • interdevelopmentale Behandlungsüberlegungen – Evidenzlücken und Ansätze

Frauen mit ADHS erleben häufig verzögerte Diagnosen.

… was zu einem erhöhten Risiko für Angstzustände, Depressionen und maladaptive Bewältigungsstrategien führt. Hormonelle Schwankungen verschlimmerten die ADHS-Symptome, insbesondere während kritischer Entwicklungsphasen wie der Pubertät, der perinatalen Periode, der Menopause und des späteren Lebens. Er hebt die Notwendigkeit der Behandlungs- und Versorgungsansätze hervor.

Dringende umfassende Diagnostik bei Frauen fordern.

Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf, das Bewusstsein für spezifische ADHS-Erscheinungen bei Frauen und Mädchen zu verbessern und Gesundheitsdienstleister besser auszubilden, mit dem Ziel einer früheren Diagnose und umfassender, individueller, massgeschneiderter Behandlungsstrategien. Zukünftige Forschung sollte sich darauf konzentrieren, das Zusammenspiel zwischen ADHS und seinen Begleiterkrankungen zu verstehen sowie geschlechtsspezifische Behandlungsoptionen zu untersuchen, um die Gesundheitsergebnisse von Frauen mit ADHS zu verbessern.

ADHS und Arbeitslosigkeit: Wenn man sich selbst im Weg steht Expand

Menschen mit ADHS haben oft enormes Potenzial – Tatkraft, Hilfsbereitschaft, Empathie und innovative Denkweisen gehören zu ihren Stärken. Trotzdem erleben viele Betroffene immer wieder Phasen von Kündigung, Arbeitslosigkeit oder beruflichen Rückschlägen. Häufig wiederholen sich dieselben Muster, ohne dass sie genau verstehen, warum.

Das liegt oft an sogenannten „blinden Flecken“ – unbewussten Verhaltensmustern, die man selbst nicht erkennen kann. Diese wirken sich im Berufsalltag oder in Bewerbungssituationen aus und führen dazu, dass Fähigkeiten nicht erkannt oder genutzt werden.

Hier kann die Zusammenarbeit mit einer Fachperson, die auf ADHS spezialisiert ist, entscheidende Unterstützung bieten. Solche Expert:innen kennen typische Stolperfallen und wissen, wie man sie gezielt behebt – Schritt für Schritt, einfühlsam und zielgerichtet.


3 typische Fehlverhalten – und wie ADHS-Coaching helfen kann

1. Zu spontane und unstrukturierte Antworten im Vorstellungsgespräch

Viele ADHS-Betroffene sprechen sehr spontan und assoziativ. Das kann sympathisch wirken – oder im Bewerbungsgespräch den Eindruck erwecken, man sei unvorbereitet, unkonzentriert oder verzettelt, teilweise sogar desinteressiert.

Lösungsansatz
Als Coach kann ich helfen, diesen „blinden Fleck“ wahrzunehmen, zu spiegeln und vorteilhafteres Verhalten gemeinsam zu erarbeiten. Durch gezieltes Üben lernt man, entspannter und authentischer zu wirken sowie Kernaussagen klar zu formulieren.

2. Selbstkritik und Unsicherheiten

Viele Menschen mit ADHS haben durch wiederholte Misserfolge das Vertrauen in ihre Fähigkeiten verloren. Im Bewerbungsgespräch oder Lebenslauf werden dann unbewusst Schwächen betont – oder Stärken klein geredet.

Lösungsansatz
Stärken gezielt erwähnen und Schwächen abgeschwächt formulieren. Gemeinsam können wir konkrete Beispiele erarbeiten, die zeigen, wie ADHS-typische Eigenschaften im Berufsleben einen echten Mehrwert bieten.

3. Zu viel reden und vom Thema abweichen

ADHS-Betroffene haben oft viele Gedanken gleichzeitig und sprechen leidenschaftlich über Themen, die sie interessieren. Im Vorstellungsgespräch kann das aber dazu führen, dass sie abschweifen oder zu weit ausholen. Das kann für Gesprächspartner ungewohnt wirken. Gerade bei vorhandenen Konkurrent:innen kann das ein entscheidender Nachteil sein.

Lösungsansatz
Im Coaching kann geübt werden, Antworten bewusst zu strukturieren und auf den Punkt zu bringen. Als Coach achte ich darauf, Signale wie „Abschweifen“ zu erkennen, gezielte Rückmeldungen zu geben und Gesprächsstrategien zu entwickeln. So lernen Betroffene, ihre impulsiven Reaktionen zu kontrollieren und gezielt einzusetzen.


Warum sich eine Aussensicht lohnt

ADHS ist keine Schwäche – aber es braucht Strategien, um mit den eigenen Besonderheiten umzugehen. Wer seine blinden Flecken erkennt und lernt, sie bewusst zu steuern, hat mehr Erfolg im Berufsleben und bleibt stabiler im Anstellungsverhältnis.

Gerade beim Thema Bewerbung und Vorstellungsgespräch können kleine Optimierungen einen entscheidenden Unterschied machen – und eine längere Arbeitslosigkeit verhindern.

Wenn du dich immer wieder in unsicheren beruflichen Situationen wiederfindest oder das Gefühl hast, dich selbst zu sabotieren, kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung beizuziehen.

Ein ADHS-Coaching kann helfen, blinde Flecken und versteckte Muster sichtbar zu machen, Selbstvertrauen aufzubauen und die eigenen Fähigkeiten auf dem Weg zu beruflichen Erfüllung gezielt einzusetzen.

ADHS am Arbeitsplatz: Hilfe für Betroffene im Job Expand

Kann man ADHS-Betroffenen am Arbeitsplatz helfen?

Mitarbeitende mit ADHS gestalten ihre Karriere oft zu wenig bewusst und brauchen dazu gelegentlich punktuelle Unterstützung. Um ein erfolgreiches Arbeitsumfeld für ADHS-Betroffene zu schaffen, müssen Unternehmen über herkömmliche Ansätze hinausgehen und Führungskräften sowie Mitarbeitenden fachliche Unterstützung zur Seite stellen.

Diese Erkenntnisse stammen aus der „ADHD in the Workplace Study” von Akili und Wakefield Research, die die Notwendigkeit und die Möglichkeiten von ADHS-Massnahmen am Arbeitsplatz beleuchtet und zeigt, wie sich das Potenzial Betroffener gewinnbringend einsetzen lässt.

Befragung
Befragt wurden 500 erwerbstätige Erwachsene mit ADHS und 500 Führungskräfte (mit oder ohne ADHS), um die alltäglichen Herausforderungen von «Menschen mit ADHS am Arbeitsplatz» zu verstehen. Die Umfrage umfasste:

  • die Auswirkungen der Beeinträchtigung
  • die Offenlegung gegenüber Arbeitgebern
  • Erfahrungen mit Stigmatisierung
  • falsche Vorstellungen von Führungskräften
  • Behandlungsmöglichkeiten

Sie ergab, dass Arbeitnehmende mit ADHS am Arbeitsplatz häufiger und vielfältiger mit Herausforderungen konfrontiert sind, die ihre Karriereziele beeinträchtigen und ihre psychische Gesundheit belasten. Arbeitnehmende ohne ADHS leiden weniger darunter:

  • 87 % geben an, dass sich ADHS negativ auf ihre Karriere auswirkt.
  • 97 % sind der Meinung, dass sie mehr leisten könnten, wenn sie ihre Symptome besser in den Griff bekämen.
  • 95 % fühlen sich durch die mangelnden Behandlungsmöglichkeiten ihrem Schicksal ausgeliefert: Im Betrieb fehlt das Verständnis, und für die Behandlung ihrer Schwierigkeiten fehlen die Fachärzte.

Diese Mitarbeitenden wünschen sich von ihren Vorgesetzten ein grösseres Verständnis und Bewusstsein für ihre Schwierigkeiten. Sie hätten gerne eine kompetente Ansprechperson, die sie versteht – etwa um Planungsarbeiten zu besprechen. Denn die üblichen Lösungen funktionieren bei ADHS oft nicht.

ADHS-Vorurteile

Am heutigen Arbeitsplatz gibt es noch immer zahlreiche Vorurteile über ADHS: Man erkennt, was nervt, versteht aber oft nicht, was dahintersteckt. Gerade in einer Zeit, in der sich kaum jemand Zeit für eine gründliche Analyse nimmt, entsteht ein fruchtbarer Boden für Vorurteile.

  • 92 % der betroffenen ADHS-Mitarbeitenden berichten, dass sie regelmässig falschen Vorstellungen ihrer Kolleginnen und Kollegen begegnen; die häufigste lautet: «Menschen mit ADHS sollen sich einfach mehr anstrengen.»
  • 75 % der Mitarbeitenden mit ADHS berichten, dass sie im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen verstärkter Kontrolle durch Vorgesetzte ausgesetzt sind. Nach meiner Erfahrung führt das jedoch nur kurzfristig zu Verbesserungen.
  • 56 % glauben, dass ihre negativen ADHS-Anteile dazu führten, dass sie bei Beförderungen übergangen, bei spannenden Projekten nicht berücksichtigt, von komplexen Aufgaben entbunden oder gar degradiert wurden.

Wie wirken sich falsche Vorstellungen über ADHS im Betrieb aus?
Diese falschen Vorstellungen tragen dazu bei, dass sich betroffene Personen «verstecken», was die Kommunikation über ADHS vermindert:

  • Über 90 % der Arbeitnehmenden mit ADHS haben Bedenken, dass ihre Kolleginnen und Kollegen von ihrer Diagnose erfahren könnten. Ihre Schwierigkeiten würden heruntergespielt und damit ihre Leistung als weniger wertvoll wahrgenommen.
  • Unaufgeforderte, halbwahre Ratschläge zum Umgang mit ADHS sind ein weiterer Grund, sich zurückzuziehen.
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich klar in diesen Wahrnehmungen:
    • 50 % der Frauen gegenüber 40 % der Männer befürchten, dass ihre ADHS-Diagnose abgetan oder heruntergespielt wird.

Die Schwierigkeit für Führungskräfte
Führungskräfte sind oft nicht in der Lage, einen Mehraufwand für ADHS Betroffene zu leisten, um sie gleich zu behandeln wie alle andere. So geben 81 % der Führungskräfte an, dass sie weder Zeit noch das Wissen haben, sich mit ADHS-typischen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen und auf die Bedürfnisse dieser Mitarbeitenden einzugehen – auch dann nicht, wenn die ADHS-Diagnose offengelegt wurde.

Vorsicht Kündigungswelle
Wenn Unternehmen keine Massnahmen ergreifen, um ihre Mitarbeitenden zu unterstützen, werden diese früher oder später kündigen. Das erklärt die häufigen Stellenwechsel in Lebensläufen. Dies wirkt sich nicht nur auf die Produktivität, sondern auch auf die Teamkultur aus: Abgänge enttäuschter Mitarbeitender können weitere nach sich ziehen.

Was kann eine Führungskraft unternehmen, um entgegenzuwirken? Sie kann:

  • ADHS-Recherchen im Internet betreiben.
  • KI nach Hilfe fragen.
  • Das Problem an Fachärzte oder Psychotherapeuten delegieren.
  • Warten, bis es zur Kündigung kommt.
  • Sich zu ADHS weiterbilden.
  • Einen ADHS Coach beiziehen.

Was kann ich als Coach bieten?
Als langjähriger ADHS-Coach gehört es zu meinem Alltag, gemeinsam mit der betroffenen Person und dem Arbeitgeber spezifische Lösungen zu erarbeiten und den Veränderungsprozess zu begleiten.
Dazu gehören:

  • Eigene Einstellungen und Verhaltensweisen schrittweise ändern.
  • Führungskräfte im Umgang mit ADHS unterstützen.
  • Leistung, Zuverlässigkeit und Kommunikation verbessern.
  • Weitere Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.
  • Austausch mit Ärzten, Versicherungen und weiteren Beteiligten.

Wo Halbwissen verunsichert und den Rückzug fördert, braucht es Klarheit, um die verlorengegangene Sicherheit wiederherzustellen. Gerade im beruflichen Setting besteht ein klarer Bedarf, das Personal über ADHS aufzuklären und Vorurteile abzubauen.

Anrufen, kennenlernen und zusammen arbeiten
Ich unterstütze Mitarbeitende im Einzelcoaching – auch online und biete praxisbezogene Firmenschulungen direkt in der Firma an. Nach einem ersten Telefonat erstelle ich ein individuelles Kurzkonzept, um möglichst rasch über den gewünschte Rahmen zu entscheiden. Lasst und einfach mal darüber sprechen.

ADHS und provokativer Ansatz – Humor und liebevolle Herausforderung Expand

ADHS wird oft mit innerer Unruhe, Impulsivität, Schwierigkeiten in der Konzentration und schneller Reizüberflutung beschrieben. Viele Betroffene kennen die Erfahrung, dass sie von aussen immer wieder auf ihre «Defizite» hingewiesen werden – sei es im Beruf oder im Alltag. Klassische Therapien setzen deshalb häufig auf Struktur, Klarheit und Verhaltensübungen. Doch es gibt eine Methode, die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, aber erstaunlich wirksam ist: der provokative Ansatz.

Was ist so speziell am provokativen Ansatz?

Der provokative Ansatz wurde von Frank Farrelly entwickelt und basiert auf gutartigem Humor, liebevoller Übertreibung und gezielten Provokationen – in denen fixe Vorstellungen in Frage gestellt werden. Als Coach nehme ich dabei bewusst eine ungewöhnliche Rolle ein: Anstatt immer verständnisvoll zu reagieren, wird die betroffene Person spielerisch herausgefordert, ihr Selbstbild zu hinterfragen: «Bin ich wirklich dauernd unruhig, impulsiv, unkonzentriert oder durch Reize überfordert?»

Angenommen, du erwähnst im Coaching: «Ständig schiebe ich alles auf!» Was du erwartest, ist eine verständnisvolle Antwort auf dein Problem, wenn möglich noch eine erste Hilfestellung.
Was aber, wenn meine Antwort lautet: «Das finde ich super. Du bist 25. Du hast noch 40 Jahre, um einen Riesenberg anzusammeln, und wenn du pensioniert bist, wird dir bestimmt nie langweilig. Also ändere auf keinen Fall etwas daran, sonst wirst du wie die alten Omas, die hinter dem Vorhang ständig kontrollieren, wer vorbeigeht.»

Das geschieht nie respektlos, sondern mit einer wohlwollenden Grundhaltung und viel Empathie. Ziel ist es, die Person zu irritieren, zum Lachen und Reflektieren zu bringen und so eingefahrene Denkmuster aufzubrechen.

Vorteile für ADHS-Betroffene

1. Humor statt Scham

Menschen mit ADHS erleben oft Kritik, Ablehnung oder Schamgefühle, wenn sie als «zu laut», «zu chaotisch» oder «zu unkonzentriert» wahrgenommen werden. Im provokativen Coaching wird diese Ernsthaftigkeit auf den Kopf gestellt. Durch humorvolle Übertreibung können Betroffene über sich selbst lachen – ohne verletzt zu werden. Denn nicht nur die Betroffenen lachen über sich, sondern auch ich als Coach über meine eigenen Fettnäpfchen im Leben. Das nimmt Druck und öffnet Raum für mehr Selbstakzeptanz. Und wenn wir gemeinsam lachen, dann ist der Erfolg garantiert.

2. Aktivierung durch Irritation

ADHS-Betroffene reagieren oft stark auf Reize. Der provokative Ansatz nutzt dies gezielt: Liebevolle Provokationen wirken aktivierend – kleine Worte mit grosser Wirkung. Sie wecken Aufmerksamkeit und führen dazu, dass die Betroffenen klar Stellung beziehen können. Anstatt passiv Ratschläge zu empfangen, werden sie eingeladen, ihre eigene Sicht zu verteidigen – und genau darin liegt der therapeutische Effekt.

3. Stärkung der Selbstwirksamkeit

Wenn meine Kundinnen oder Kunden sagen: «Ich komme immer zu spät», dann sehe ich es als meine Aufgabe, sie darin zu unterstützen. Eine Antwort könnte sein: «Richtig, das passt auch gar nicht zu dir. Und das ist gut so. Stell dir vor, du würdest deinen Flug in die Karibik erwischen und müsstest eine ganze Woche lang jeden Tag an der Sonne liegen und Cocktails mit Schirmchen trinken. Sei dankbar, dass du noch nie pünktlich warst.»

Sehr wahrscheinlich löst das bei der gegenüberliegenden Person innere Bilder und eine Gegenreaktion aus: «Das stimmt doch gar nicht, ich bin schon mehrmals in die Ferien geflogen.» Plötzlich erinnert man sich daran, wie oft es geklappt hat, die Energie kommt zurück und das Selbstbewusstsein steigt.

4. Entlastung durch Perspektivwechsel

ADHS bringt viele Herausforderungen mit sich. Der provokative Ansatz zeigt, dass nicht alles immer schwer und ernst sein muss. Ein spielerischer Blick auf Probleme entlastet und kann verhindern, dass Betroffene sich in Selbstzweifeln verlieren. Humor öffnet Türen, wo rationale Argumente oft blockieren.

5. Beziehung auf Augenhöhe

Gerade für Menschen mit ADHS ist es wichtig, ernst genommen zu werden – nicht nur in ihren Schwierigkeiten, sondern auch in ihrer Kreativität, Spontanität und Lebendigkeit. Der provokative Ansatz begegnet Betroffenen auf Augenhöhe, indem er nicht belehrt, sondern liebevoll herausfordert. Das schafft Vertrauen und eine besondere Coaching-Beziehung.

Darum

Zu Beginn meiner Arbeit mit ADHS-Betroffenen – vor 12 Jahren – war ich der Überzeugung, dass das reine ADHS-Coaching die optimale nicht-medikamentöse Unterstützung ist. Durch die Vermischung beider Ansätze entstand eine äusserst wirkungsvolle Kombination: Ich erkläre dir, wie ADHS dein Leben beeinflusst, und gleichzeitig arbeiten wir auf eine liebevolle Art – mit Humor – an deinen persönlichen Schwierigkeiten.

Durch die gezielte Irritation helfe ich dir, dich aus eingefahrenen Mustern zu lösen und inaktive Ressourcen sichtbar zu machen. Besonders für Menschen mit ADHS kann dieser unkonventionelle Ansatz sehr befreiend wirken: weg vom ewigen Defizitblick, hin zu Selbstvertrauen, Lebendigkeit und einem liebevollen Akzeptieren der eigenen Eigenheiten.

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Ich freue mich, dich kennenzulernen. 
 

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Telefon: +41 79 927 07 27

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